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CD out now:

"Johannes Haage Trio plays Marlene Dietrich" (Meta Records)

ROLLING STONE 12/2010: "☆☆☆☆"

KulturSPIEGEL 11/2010 : "Eine gute Idee hatte der Berliner Gitarrist für die Debütplatte seines Trios (mit Andreas Lang, Bass, und dem Schlagzeuger Sebastian Merk): Haage dekonstruiert und reharmonisiert Marlene-Dietrich-Songs und schneidert "Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt" ein jazzmäßiges Gewand."

RONDO 12/2010: "Es sind nicht viele, aber immerhin doch einige namhafte Jazzmusiker, die sich bislang am Erbe von Marlene Dietrich versuchten. Sonny Rollins etwa konnte bei seiner letzten Deutschland-Tournee nicht aufhören, "Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt" zu spielen; Till Brönner verbeugte sich auf seinen Aufnahmen "German Songs" und "Love" vor der Frau, die über sich sagte: "Ich kann nicht singen. Also muss das, was ich trage, eine Sensation sein."
Nun also – nach dem "Marlene"-Album der Sängerin Lisa Wahlandt, die in diesem Zusammenhang auch erwähnt werden muss – hat der Gitarrist Johannes Haage der Dietrich neue Kleider geschneidert. Seine Version von "Ich weiß nicht, zu wem ich gehöre" gibt das Schnittmuster vor: Mit seinem warmen, obertonreichen halbakustischen Gitarren-Sound stellt Haage das reharmonisierte Thema im Verbund mit Andreas Lang am Bass und Sebastian Merk am Schlagzeug vor – und bevor es allzu nostalgisch werden kann, lässt er rückwärts laufende Flageoletts die Melodie freundlich dekonstruieren.
Haage verfolgt mit punktgenau eingesetzten Sound-Effekten einen gemäßigt modernen Ansatz bei seiner Aufarbeitung von mehr oder weniger bekannten Dietrich-Nummern. "Sag mir, wo die Blumen sind" erscheint in einer hübschen Folk-Jazz-Interpretation mit standesgemäßer Lagerfeuerklampfe, "Paff, der Zauberdrachen" lebt nicht nur am Meer, sondern offenbar auch in Afrika, wie der tänzelnde 7/8-Takt andeutet, "In den Kasernen" und "Wenn ich mir etwas wünschen dürfte" gemahnen wahlweise an Bill Frisell oder den Postrock von Tortoise.
Bei allem, was es tut, zeigt das Johannes Haage Trio großen Respekt vor der Diva – was in diesem Fall wohltuender ist als der Versuch, das Material mit mehr Mut zur Verfremdung zu behandeln. So kommen sowohl Jazz- als auch Dietrich-Freunde auf ihre Kosten."

SÜDKURIER 17.11.2010 : "(...) All dies nun hat er in ein Album kanalisiert, das ausschließlich aus unaufgeregten und wundervollen Interpretationen von Songs besteht, die durch die blonde Diva bekannt geworden sind. Blue Notes für den blauen Engel. In seinem Gitarrentrio mit Bass und Schlagzeug tut Haage das, mal akustisch, mal elektrisch, manchmal auch stilsicher mit Electronics und Fender Rhodes. Der Bass des Dänen Andreas Lang klingt gemessen, warm und gravitätisch, Schlagzeuger Sebastian Merk sorgt nuanciert unaufdringlich und mit sicherem Gespür für Akzente, gerne auch mit den Besen. „Ich weiß nicht, zu wem ich gehöre“, „Ich hab noch einen Koffer in Berlin“, „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“, „Wenn ich mir was wünschen dürfte“ und so fort. (...) Nun transportiert Haage dieses Verfahren und diesen Sound zu uns, wobei er imponierend vorführt, dass die Unterschiede dabei eigentlich verschwindend gering sind. Das funktioniert berückend, weil nichts in Haages Musik beflissen ist oder eifernd, sondern weil in diversen Variationen schlicht und ergreifend bezaubernde Verneigungen zelebriert werden. Schließlich war ja auch das engagierte Leben der Dietrich ein großes Hin und Zurück zwischen Europa und Amerika."



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